Beiträge gettagt mit Körperfett messen

Ihre Körperfett-Waage sagt nicht immer die Wahrheit!

Körperfett-Waagen werden immer beliebter. Aber verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Ergebnisse solcher Geräte. Denn die Daten unterliegen beachtlichen Schwankungen und können eher verunsichern, als dass sie motivieren.

Nach dem sogenannten Bioimpedanz-Verfahren wird der Gewebswiderstand in den Beinen mit einem elektrischen Signal gemessen. Unter der Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Körpergröße wird daraus ungefähr der Fettgehalt berechnet. Das Körperfett-Ergebnis ist jedoch entscheidend vom Flüssigkeitsgehalt des Körpers abhängig. Schon kleinste Schwankungen führen zu unzuverlässigen Werten. Sogar feuchte oder trockene Füße können das Ergebnis beeinflussen. Zum Beispiel zeigt die Waage nach dem Sport in der Regel einen höheren Fettgehalt an als zuvor, da der Körper Wasser verliert. Hingegen verbessern sich die Werte sogar, wenn Sie gegessen oder getrunken haben. Wenn Sie solche Waagen zum Körperfett messen benutzen, sollten Sie deshalb folgendes beachten:

  • Die Körperfett-Werte unterliegen beachtlichen Schwankungen und sind in der Regel ungenau.
  • Verlassen Sie sich lieber auf das Gewicht, Ihr Körpergefühl und Ihren Spiegel.
  • Wenn Sie stets unter exakt identischen Bedingungen messen, können Sie damit aber grob einen Verlauf beobachten.
  • Messen Sie aber auch nicht zu oft, denn kurzzeitige Schwankungen verunsichern eher, als dass sie motivieren.
  • Wenn Sie sich ein solches Gerät zulegen möchten, sollten Sie eine Waage kaufen, die auch zusätzlich zu den Beinen den Widerstand im Oberkörper misst. Dann werden die Ergebnisse zumindest etwas genauer.

Körperfett messen

So messen Sie Ihr Körper-Fett

Das Körperfett ist ein besserer Indikator für den Ernährungs- und Trainingsstatus als der Body-Mass-Index. Mit den verschiedenen Analyseverfahren wird die genaue Körperzusammensetzung beziehungsweise der Fettanteil ermittelt. Sportmediziner verwenden in der Regel den so genannten Caliper eine Art Körperfettzange. Bei diesem bewährten Verfahren wird die Dicke der Hautfalten an mehreren Körperstellen gemessen und daraus der Gesamt Fettanteil errechnet. Die Messung sollte stets in der Hand einer einzigen Person bleiben, die ausreichend Erfahrung mit der Caliper-Methode hat. Eine weitere Möglichkeit ist die Messung über Infrarot (NIR, Futrex) die in vielen Arztpraxen und Fitness-Studios angewendet wird. Das Prinzip: Die Durchlässigkeit des Gewebes für einen Lichtstrahl bestimmter Frequenz lässt Rückschlüsse auf die Körperzusammensetzung zu. Einziges Manko, vom Fettgehalt des Oberarms wird auf den des gesamten Körpers geschlossen.

Immer beliebter werden Körperfett-Waagen für zu Hause. Nach dem Bioimpedanz-Verfahren messen sie den Körperwiderstand auf ein nicht spürbares elektrisches Signal und ermitteln daraus den Fettanteil. Eine wichtige Regel: Verlassen Sie sich nicht allein auf das Ergebnis der Heimgeräte. Eine Ausgangsmessung mit dem Caliper bei einem Sportmediziner gibt Ihnen Auskunft über Ihren reellen Fettgehalt.  Mit dem Caliper-Ergebnis haben Sie einen optimalen Vergleichswert. Beobachten Sie dann vor allem die Tendenz des Heimgeräts, so liefern die Geräte brauchbare Ergeb nisse. Messen Sie aber stets unter gleichen Bedingungen. Denn der Fettanteil unterliegt beachtlichen Schwankungen. Je nach Tageszeit, ob Sie gerade gegessen oder Sport getrieben haben. Messen Sie aber auch nicht zu oft, denn kurzzeitige Schwankungen verunsichern eher, als dass sie motivieren.

Wer hat wie viel Fett?

Männer: mager < 8; schlank 8 bis 15; normal 16 bis 19

Frauen: mager < 15; schlank 15 bis 22; normal 23 bis 27

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