Körperfett-Waagen werden immer beliebter. Aber verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf die Ergebnisse solcher Geräte. Denn die Daten unterliegen beachtlichen Schwankungen und können eher verunsichern, als dass sie motivieren.

Nach dem sogenannten Bioimpedanz-Verfahren wird der Gewebswiderstand in den Beinen mit einem elektrischen Signal gemessen. Unter der Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Körpergröße wird daraus ungefähr der Fettgehalt berechnet. Das Körperfett-Ergebnis ist jedoch entscheidend vom Flüssigkeitsgehalt des Körpers abhängig. Schon kleinste Schwankungen führen zu unzuverlässigen Werten. Sogar feuchte oder trockene Füße können das Ergebnis beeinflussen. Zum Beispiel zeigt die Waage nach dem Sport in der Regel einen höheren Fettgehalt an als zuvor, da der Körper Wasser verliert. Hingegen verbessern sich die Werte sogar, wenn Sie gegessen oder getrunken haben. Wenn Sie solche Waagen zum Körperfett messen benutzen, sollten Sie deshalb folgendes beachten:

  • Die Körperfett-Werte unterliegen beachtlichen Schwankungen und sind in der Regel ungenau.
  • Verlassen Sie sich lieber auf das Gewicht, Ihr Körpergefühl und Ihren Spiegel.
  • Wenn Sie stets unter exakt identischen Bedingungen messen, können Sie damit aber grob einen Verlauf beobachten.
  • Messen Sie aber auch nicht zu oft, denn kurzzeitige Schwankungen verunsichern eher, als dass sie motivieren.
  • Wenn Sie sich ein solches Gerät zulegen möchten, sollten Sie eine Waage kaufen, die auch zusätzlich zu den Beinen den Widerstand im Oberkörper misst. Dann werden die Ergebnisse zumindest etwas genauer.