Beiträge gettagt mit Buchinger-Fasten
Check: Fasten, Nulldiät und Schalttage
07. Mrz
Gefastet wird längst nicht nur, um einfach abzuspecken. Das Fasten gibt es seit Urzeiten. Der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung hatte zunächst mehr rituelle und religiöse Gründe – an Gewichtsprobleme dachte damals zumindest noch keiner. Heilfasten in Verbindung mit einer ärztlichen Betreuung kann (Zivilisations-) Krankheiten zumindest positiv beeinflussen. Im Vordergrund steht eine Regulierung des Körpergewichts, denn Fasten ist Ernährung aus den körpereigenen Energievorräten. Fasten ist aber auch ein tiefgreifender Umstellungsprozess des gesamten Stoffwechsels. Zum Beispiel bei der Nulldiät ist der Effekt des totalen Fastens auf seine gewichtsreduzierende Wirkung extrem eingeschränkt. Ziel einer jeden Gewichtsreduktion ist der Abbau von Körperfett unter Schonung der Proteinbestände (damit sind vor allem die Muskeln gemeint). Gerade unter dieser Zielsetzung zeigen sich bei der Nulldiät oder beim Fasten besonders große Nachteile: In den ersten ein, zwei Wochen wird beim Fasten die Neubildung des für einige Stoffwechselleistungen unersetzbaren Blutzuckers aus körpereigenem Muskel- und Organeinweiß stark beansprucht. Eiweißbausteine werden bei Kohlenhydratmangel in Energie umgewandelt. In dieser Umstellungszeit kommt es anfänglich zu ausgeprägten Eiweißverlusten – also Muskelverlusten, die durch Stoffwechselanpassungen erst allmählich geringer werden. Der Körper lernt dann, seine Fettreserven und die Fettabbauprodukte, in begrenztem Umfang allerdings, besser als Energiequelle zu nutzen. Während der gesamten Nulldiät kommt es aber neben dem erwünschten Abbau der Fettdepots vor allem zu ungewollten Einbußen der Muskeln. Unter totalem Fasten können bis zu knappe 40 Prozent des Gesamtgewichtsverlustes durch Muskelabbau bedingt sein – das ist eine extrem hohe Menge! Das wirkt sich zwangsläufig negativ auf die Leistungsfähigkeit und letztlich durch den Verlust der Muskeln auch auf das Aussehen aus und fördert zudem den unerwünschten Jojo-Effekt wie bei keiner anderen Diät.
Weitaus komplizierter sind die zusätzlichen Nachteile einer Nulldiät zu erklären. Wir versuchen es trotzdem: Bei einer Nulldiät kommt es zu einer Anhäufung von Zwischenprodukten im Blut, die negativ auf die Gesundheit wirken. Das kann man nur umgehen, wenn man die Nulldiät entsprechend lockert. Wasser, Vitamine, Mineralstoffe und Eiweiße (Proteine) sind beim Fasten ein absolutes Muss. Das sogenannte Saftfasten, man kann es als erste Abwandlung bezeichnen, bietet geringe Mengen an Kohlenhydraten, aber so gut wie kein Eiweiß. Die Proteinverluste und die nachteiligen Folgen aus dem Fettabbau (sogenannte Ketoacidose = Anhäufung von sauren Fettabbauprodukten) lassen sich jedoch erst durch geringe Gaben von Kohlenhydraten und Eiweißen in Schach halten.
Hersteller von diätetischen Lebensmitteln entwickelten entsprechende Nährstoffgemische zum Anrühren als Getränke. Von der Nährstoffzusammensetzung her geeignet sind auch Trinkkuren mit Molke oder Buttermilch, die mit Frucht- oder Gemüsesäften ergänzt werden. Die verschiedenen Fastenvarianten bedürfen einer ärztlichen Abstimmung bzw. Überwachung. Aber auch hier gilt: Die 24-Stunden-Diät ist die schnellste und sicherste Methode um Gewicht zu verlieren und nur mit einer anschließenden Ernährungsumstellung ist Ihnen der Langzeiterfolg auch sicher.
Das sagt der Diät-Experte Prof. Dr. Michael Hamm zu Schalttagen und zum Fasten:
Schalttage: Einzelne Tage im normalen Ernährungsfahrplan, an denen man bewusst anders isst, z. B. einen Saftfastentag einhält oder einen sogenannten Reistag einschaltet. Obstsäfte oder Reis nur mit Obst zubereitet wirken aufgrund ihres Kaliumüberschusses entwässernd und kochsalzausschwemmend. Wenn man entsprechend wenig isst, auch geeignet, um kleine Ernährungssünden auszugleichen.
Nulldiäten, proteinmodifiziertes Fasten und andere Fastenkuren: Erfordern ärztliche Beratung und Beobachtung; bei extremem Übergewicht angewendet; Wasser, Vitamine und Mineralstoffe müssen in jedem Falls ausreichend aufgenommen werden; können in Kliniken und Sanatorien mit Ernährungsseminaren zum Erlernen eines bedarfsangemessenen Essverhaltens durchgeführt werden.
Diät-Empfehlung: Falls Sie mehr über gesunde Ernährung wissen möchten und wie Sie außerdem schnell abnehmen und anschließend Ihr Wunsch-Gewicht auf Dauer halten, dann ist das E-Book die „24-Stunden-Diät” garantiert interessant für Sie.