Schokolade und Diät
Wer kennt sie nicht, die Sucht nach Schokolade? Das süße Glück dient als Seelen-Schmeichler und Befriedigung in Stress-Situationen. So genießt man ohne Reue.
Genau vier Tage habe ich es durchgehalten – mein Schokoladenverbot! Dann musste ich im Job ein paar Nackenschläge hinnehmen. Abends ging es dann nicht mehr – eine Schokolade musste her. Und ich habe es wirklich versucht! Wollte nur einen einzigen Riegel essen. Naja, ein zweiter macht den Kohl nicht fett. Komm schon, ein dritter geht auch noch. Ok, jetzt lohnt es sich nicht mehr, die Tafel mache ich platt!
Viele kennen so einen inneren Dialog. Die Tafel Schokolade ist in Windeseile verputzt. Objektiv betrachtet handelt es sich um ein klares Suchtverhalten. Die Schokolade verschafft eine kurze Befriedigung und unmittelbar anschließend quält bereits das schlechte Gewissen. Man macht sich Vorwürfe, dass man den guten Vorsatz, nur ein Stück Schokolade zu genießen, in wenigen Sekunden über den Haufen geworfen hat.
Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich sage, dass ich starke Zweifel an der Praktikabilität solch guter Ratschläge wie: “Essen Sie nur ein kleines Stück Schokolade, aber das mit Genuß!”, oder “Lutschen Sie Ihre Schokolade, lassen sie Sie sich auf der Zunge zergehen!” habe. Es ist nun einmal so: Wenn man ein Mensch ist, der Schokolade sehr liebt, dann gehört häufig gerade die gewisse Maßlosigkeit zu dem Genußverhalten, oder – wenn man es so sehen möchte – zu dem Suchtverhalten. Verdammt noch mal: Ich möchte Schokolade nicht sparsam lutschen, sondern verschwenderisch essen! Andererseits möchte ich mich aber auch Gesund ernähren, mein Gewicht halten oder sogar kontinuierlich abnehmen.
Sie müssen selbst entscheiden, wie sie mit Ihrem Hunger auf Süßigkeiten umgehen: Wenn es Ihnen gelingt, Ihren Heisshunger durch das bewusste Genießen kleiner “Sünden” in den Griff zu bekommen, dann ist das super! Sie sind sehr diszipliniert und können stolz darauf sein! Wenn Sie jetzt mit unserem Bewegungs- und Ernährungsprogramm starten, werden sie fantastische Abnehmerfolge mit einem einzigen Diättag in der Woche haben. Wenn Sie aber sind wie ich und gelegentlich einfach einmal uneingeschränkt über die Stränge schlagen wollen, können Sie trotzdem abnehmen. Sie müssen allerdings Ihre sporadische Lust zur Maßlosigkeit auch in der anderen Richtung nutzen. Das geht! Sie können Ihre gelegentliche Schwäche und Disziplinlosigkeit zu einer Stärke machen!
Ein paar Tipps für Ihre neue Stärke:
- Erkennen und akzeptieren Sie, dass Sie nicht ganz so diszipliniert sind wie andere. Sie liegen vielleicht gar nicht so ganz verkehrt, wenn Sie jetzt sagen, dass Sie dafür eben auch nicht ganz so langweilig sind, wie der ein oder andere Rosinenzähler.
- Kein schlechtes Gewissen mehr, stattdessen werden Sie aktiv! Sie leben gelegentlich in Extremen und dazu gehört, dass Sie auch im Sport reinhauen. Wenn Sie Laufen gehen, gehört auch dort eine gewisse Maßlosigkeit dazu. Sie joggen nicht wie ein Fußkranker, sondern legen gelegentlich ein Fahrtspiel ein, laufen dann bis die Zunge zum Boden hängt und haben Spaß an dieser Leistung.
Wenn Sie den 24-Stunden-Diät-Tag machen, bleibt die Schokolade selbstverständlich im Schrank. Sie haben eben kein Problem damit, auch an zwei Tagen in der Woche sehr ehrgeizig (und auch hier ein wenig maßlos) Sport und Diät zu machen. Und Sie wissen, dass sie als Lohn für Ihre Aktivität gelegentlich auch an der Chipstüte oder der Brownies-Schachtel zuschlagen können und trotzdem abnehmen.
Sie werden übrigens sehen: Die Lust auf die süße ‘Sünde’ und Maßlosigkeit nimmt auf wundersame Weise ab, wenn Sie aktiv werden. Ich weiss nicht, warum es so ist, aber sie werden es an sich selbst beobachten. Vielleicht genügt Ihnen irgendwann sogar ein einzelnes Stück Schokolade. Ich selbst bin noch nicht so weit. Aber was solls, mit unserem Programm nehme ich trotzdem ab.
Empfehlung des 24-Stunden-Diät-Teams: Lesen Sie auch unseren Artikel zum Thema “Tipps gegen Heißhunger“! So kriegen Sie kleine Essens-Sünden in den Griff.
vor 1 Jahr
Ich habe das auch schon festgestellt, dass ich auf Süßes ganz nicht verzichten kann. Ich kann eine Woche aushalten und dann esse ich aber das Doppelte.
vor 1 Jahr
Liebe Antonia,
zu dem Thema empfehle ich immer wieder gern mein Lieblingsspruch anzuwenden: Verbote sind verboten! Du darfst und sollst alles essen auf was Du Lust hast. Denn Verbote führen nur dazu, dass sich in Deinem Kopf aber auch alles um die verbotene Nascherei dreht. Beispiel: Denk jetzt mal nicht an einen rosaroten Eisbären! Wahrscheinlich hast Du in Deinem ganzen Leben noch nie an einen rosaroten Eisbären gedacht, aber wenn ich es Dir verbiete, denkst Du erst recht über einen angemalten Knut nach. Und genauso ist es auch mit dem Essen, wenn Du Dir den ganzen Tag über erfolgreich Schokolade verboten hast, dann kommt am Abend mit Sicherheit der Moment, in dem Dir jemand zuflüstert: „komm schon Julia ein kleines Stück geht schon”. Und wenn Du dann erst einmal ein Stück Schokolade gefuttert hast, flüstert Dir wieder jemand zu: „Antonia, jetzt ist es sowieso egal, abnehmen kannst Du morgen ja auch noch” und zack hast Du die ganze Tafel verputzt. Stimmts? Mach mal ein kleines Schokoladenexperiment: Verbiete Dir nicht die Schokolade, sondern nimm Dir mal vor 20 Tafeln pro Woche zu vernaschen! Ich würde wetten, dass Dir bald die Lust vergeht und Du auch mit nur einer Tafel zufrieden bist. Schließlich sind wir Menschen stets so programmiert, dass wir Verbotenes ganz besonders gerne mögen. Also noch mal liebe Antonia – Verbote sind verboten!