Was bringt L-Carnitin wirklich?
Versprochene Wirkung: L-Carnitin soll ein guter Fatburner sein – also die Fettverbrennung steigern und außerdem die Ausdauerleistung erhöhen.
Fakt: L-Carnitin ist zwar tatsächlich für den Transport von Fettsäuren in die Mitochondrien, die „Kraftwerke“ der Zelle zuständig, allerdings nur dann, wenn durch andauernde körperliche Belastung ein zunehmender Bedarf für die Fettverbrennung entsteht. Eine L-Carnitin-Pille alleine ohne Sport macht also weder schlank noch schnell. Darüber hinaus wurde trotz aller Werbeversprechen bislang nicht eindeutig nachgewiesen, ob zusätzliches L-Carnitin die Fettverbrennung beschleunigen kann. Im Normalfall stellt der Körper sowieso L-Carnitin in ausreichenden Mengen selbst her. Außerdem wird insbesondere über tierische Produkte L-Carnitin schon in fertiger Form aufgenommen – je dunkler das Fleisch (z. B. Rind oder Wild), desto höher der Gehalt (Hamm, 2001). Einen erhöhten Bedarf haben also wenn überhaupt nur strikt vegan (Verzicht auf tierische Produkte) lebenden Sportler und Menschen mit einem genetischen Defekt. Von besonderer Bedeutung könnte allerdings die gefäßerweiternde Wirkung von L-Carnitin haben; es käme demnach zu einer verbesserten Blutversorgung und somit zu einer Leistungssteigerung. Allerdings konnte dieser positive Effekt bislang nur bei klinischen Herzpatienten beobachtet werden (Löster, 1999). Interessant außerdem die positive Wirkung des L-Carnitins auf das Immunsystem, demnach soll die physische Belastbarkeit erhöht und die Regeneration beschleunigt werden (Neumann, 1995).
L-Carnitingehalte pro 100 Gramm: Schaffleisch: 210 mg; Lammfleisch: 80 mg; Rindfleisch: 60 mg; Schweinefleisch: 30 mg; Kaninchenfleisch: 20 mg; Hühnerfleisch: 7,5 mg.
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