Vorsicht vor Magersucht (Anorexia nervosa)!
Anorexia nervosa ist eine aus einer psychischen Störung entstehenden Form der Magersucht, die fast ausschließlich bei Frauen und vorzugsweise während der Pubertät auftritt. Man bezeichnet diese Krankheit deshalb auch als Pubertätsmagersucht. Folgende Merkmale liegen vor:
- Intensive Angst, dick zu werden, auch bei abnehmendem Gewicht (Untergewicht).
- Vorliegen einer Körperschemastörung: Die Betroffenen fühlen sich auch bei Untergewicht noch viel zu dick.
- Weigerung, das Körpergewicht auf ein akzeptables Maß zu bringen.
- Die Anorexia nervosa ist entwicklungspsychologisch zu verstehen und nicht nur Untergewicht, sondern auch eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen, wie Protein, Calcium, Eisen, B-Vitamine, die für eine gesunde Entwicklung im Jugendlichenalter unverzichtbar sind.
Das Bild eines klinischen Nährstoffmangels bei Untergewicht erschwert es zusätzlich, durch eigene Kraft aus diesem Dilemma herauszufinden. Ernährungsmaßnahmen, die langsam wieder aufbauen, greifen nur, wenn ärztliche und psychologische Zusammenarbeit gewährleistet sind. Die Verteilung der täglichen Energiezufuhr auf mehrere kleinere Mahlzeiten sollte versucht werden; ebenso eiweißreiche Zulagen, phantasievolles Anrichten der Speisen, appetitanregendes Würzen. Ein gleichzeitiges, vorsichtig begonnenes Gymnastikprogramm kann Magersüchtigen ebenfalls helfen, die Figur und auch die Hunger-Sättigungs-Regulation positiv zu beeinflussen.
Bulimie
Bulimie bzw. Bulimia nervosa ist wie die Anorexia nervosa eine Erkrankung, bei der die Betroffenen Angst vor zu hohem Körpergewicht haben. Typisches Kennzeichen dieser Verhaltensstörung sind Phasen exzessiver Nahrungsaufnahme, also regelrechte Fressattacken. Bulimia bedeutet „Stierhunger“. Die Betroffenen versuchen dann, nach einer solchen Fressphase die drohende Gewichtszunahme durch selbst herbeigeführtes Erbrechen zu verhindern. Dies erscheint als „einfachste“ Möglichkeit der Kalorienkontrolle. Die Gewichtsschwankungen bei Bulimie-Erkrankten, die durch Fasten bzw. Diätperioden und exzessives Essen entstehen, können häufig mehr als fünf Kilogramm betragen. Die Fressattacke zielt meist auf den Verzehr hochkalorischer, leicht zuzuführender Nahrung ab. Oft besteht ein regelrechter Kohlenhydrat- bzw. Süßigkeitenheißhunger, der möglicherweise auch als Reaktion auf eiweißreiche Diäten zurückzuführen ist (sogenannte Wurtmann-Hypothese).
Bei dieser Erkrankung ist vordringlichste Maßnahme, den Betroffenen an ein regelmäßiges Essen mit mehreren kleineren Mahlzeiten am Tag, die langsam und bewusst eingenommen werden sollten, zu gewöhnen, um die gestörte Hunger-Sättigungs-Regulation wieder zu normalisieren. Die Angst vor dickmachenden Lebensmitteln ist durch ihre Einplanung in den Speiseplan abzubauen. Bewusst zu genießen ist besser, als sich ständig Verbote aufzuerlegen. Da Heißhunger und Fressattacken häufig aus Hungerperioden bzw. Diäten mit extremen Nährstoffrelationen (eiweiß- und fettreich, kohlenhydratarm) resultieren, muss auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr (mindestens 50 Prozent Kohlenhydratanteil in der täglichen Energiebereitstellung) geachtet werden.
Wichtiger Hinweis: Die 24-Stunden-Diät ist zwar eine gesunde aber hocheffektive Abnehm-Methode, die zu einem massiven Gewichtsverlust führt. Bitte verwenden Sie die 24-Stunden-Diät daher nicht, bei einem Body-Mass-Index unter 20, also wenn Sie bedenklich Untergewichtig sind – In diesem Fall sollten Sie einen Arzt konsultieren! Die Voraussetzung für die 24-Stunden-Diät ist eine gute gesundheitliche Verfassung! Bitte berücksichtigen Sie diesen Hinweis.